Fachinstitute für Dyskalkulie-Therapie
Zentrum Für Rechentherapie Elbe-Weser
Eine Rechenstörung (auch "Rechenschwäche" oder "Dyskalkulie" genannt) ist kein Indiz für mangelnden Fleiß oder Dummheit, sondern überwindbar.
Das Zentrum für Rechentherapie Elbe/Weser als unabhängige, private Facheinrichtung für Beratung, Diagnose und Therapie bei allen Formen solcher gravierenden Rechenschwierigkeiten kümmert sich hier um Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene.
Unser Team in den Fachinstituten in Bremerhaven, Cuxhaven und Zeven besteht aus qualifizierten und erfahrenen Dyskalkulie-TherapeutInnen unterschiedlicher Fachrichtungen (Dipl.-Psychologen u.a.),
die über eine umfangreiche Zusatzausbildung auf dem aktuellen Erkenntnisstand qualitativer Diagnostik und Rechenschwäche-Therapie verfügen.
So können wir umfassende Hilfestellung bei allen Momenten einer Dyskalkulie (Rechenschwäche) bieten.
Hier finden Sie uns:
Lothringer Str. 24, 27570 Bremerhaven (Postanschrift)
Marktplatz 7a, 27472 Cuxhaven
Poststr. 6, 27404 Zeven
Zentrale Telefonsprechstunde:
Mo - Do 12:00 bis 13:30h - (0471) 92 66 844
Oder Sie schicken eine eMail an: info[at]rechentherapie.net
Informationen zum direkten Download:
Hier erhalten sie unser Beratungs-Merkblatt für betroffene Eltern ...
Unsere "Informationen für Lehrer" können sie hier kostenlos bekommen ...
Diagnostik und Therapie beim ZfR: Wie ist der genaue Ablauf und was kostet das? ...
Informationen über Arbeit und Konzeption unseres Instituts bekommen Sie hier ...
Unser umfassendes Angebot an Broschüren und Texten zur Dyskalkulie finden Sie hier ...
„Während die Lese-Rechtschreib-Störung (Legasthenie) anerkannt ist, können rechenschwache Kinder nicht auf Entgegenkommen hoffen. Im Gegenteil: der übliche
Mathematikunterricht verstärkt oft die Probleme, weil er häufig zu theoretisch und wenig anschaulich abläuft.“ (FOCUS-Schule 01/2005)
Rechenschwä/Dyskalkulie: Unsere Schwerpunkte der Behandlung
- Eingehende Beratung von Eltern, LehrerInnen und Betroffenen zur Behandlung von Rechenschwäche, sowie deren Begleitung, Übungen, Förderung und Hilfestellungen für Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene.
- Qualitative Diagnostik von Lernstörungen und möglicher Sekundärsymptomatik beim Aufbau des Zahlbegriffs, des Mengenverständnis und in der mathematischen Logik allgemein.
- Integrative Lerntherapie bei Rechenschwäche (Dyskalkulie) von Kindern und Jugendlichen, aber auch Erwachsenen, die die Förderung des Selbstvertrauens in eigene Fähigkeiten in den Aufbau produktiver Rechenstrategien und Arbeitstechniken mit einbezieht und stärkt.
- Beratung und Hilfen für Eltern und Betroffenen sowie Fortbildungen für LehrerInnen und andere Fachkräfte (Pädagogen, Psychologen etc.) in den Gebieten Dyskalkulie, Lernschwächen und Lernförderung.
- Öffentliche Veranstaltungen, Fortbildung und Vorträge zum Thema Dyskalkulie, Rechenschwäche und Rechenstörungen von Grundschule bis Gymnasium.
Thema Rechenschwäche aktuell:
die tageszeitung - 03.07.11
Zahlenchaos im Kopf - Dyskalkulie hat fatale Folgen
Menschen mit einer Rechenschwäche fällt es schwer, Mengen und Zahlen größenmäßig voneinander zu unterscheiden. Hilfe für Betroffene sollte möglichst früh kommen. "Bei einer Rechenschwäche hat ein Kind große Probleme, das Rechnen zu erlernen", schreibt eine Forschergruppe von der Universität London in einem aktuellen Review. mehr...
SZ-Magazin - 03.06.11
Was machen Mathelehrer eigentlich falsch?
Vielleicht ist es nur ein Gefühl. Vielleicht aber auch die traurige Wahrheit: Kein Schulfach ist so am Ende wie die Mathematik. Eine Beweisführung. mehr...
n-tv - 18.03.11
Nicht jedes Angebot ist seriös - Richtige Hilfe für Kinder mit Dyskalkulie oder LRS
Kinder mit Lese- oder Rechenschwäche sind meist auf außerschulische Hilfe angewiesen. Eltern behalten jedoch auf dem Fördermarkt nur schwer den Überblick,
beklagt der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie. Das Angebot privater Dienstleister von Nachhilfe oder Therapie sei für Eltern verwirrend:
"Es gibt viele Anbieter, die sich Lerntherapeut nennen, ohne dafür tatsächlich qualifiziert zu sein." mehr...
Zeit-Online - 10.03.11
"Erwachsenen-Pisa" - Jeder Vierte kann nicht richtig lesen und rechnen
Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellt in einer neuen Studie dem Bildungsstand bei Erwachsenen ein schlechtes Zeugnis aus: 25% - also jeder vierte Erwachsene in Deutschland habe so starke Lese- und Rechenprobleme, dass er den Alltag nicht bewältigen könne.
mehr...
Süddeutsche Zeitung - 19.07.10
Mathe? Ich verstehe nur Bahnhof
Das Schiff ist 20 Meter lang und 5 Meter breit. Wie alt ist der Kapitän? Natürlich eine Scherzfrage, doch Klara beginnt sogleich zu rechnen. Was für "normale" Rechner sofort als sinnlose Aufgabe erkennbar wird, ist für ein rechenschwaches Kind wie Klara nur eines von vielen schwer lösbaren Problemen im Umgang mit Zahlen. Psychologische Studien schätzen, dass etwa fünf Prozent aller Schulkinder rechenschwach sind.
Mathematik-Fachdidaktiker halten die tatsächliche Zahl der Betroffenen allerdings für mindestens dreimal so hoch.
mehr...
Ärzte-Zeitung - 16.06.2010
Was sind die Risikofaktoren für eine Rechenschwäche?
Eine Rechenschwäche ergibt sich nicht von selbst. Sie ist auch nicht durch zusätzliches Üben zu beheben. Entscheidend ist, dass Auffälligkeiten beim Rechnen im ersten oder zweiten Schuljahr erkannt werden, um rechtzeitig gezielte Fördermaßnahmen einzuleiten.
mehr...
Spiegel Online - 11.05.2010
Arme Familien müssen Nachhilfe selbst zahlen
Eine Bremer Gymnasiastin wollte Nachhilfeunterricht in Mathe und Deutsch nehmen. Das konnte sich ihre Familie kaum leisten und forderte einen Hartz-IV-Zuschlag.
Dazu seien die Behörden bei "normalen Lernschwierigkeiten" jedoch nicht verpflichtet, urteilte das Sozialgericht Bremen. Die Lehrer hatten der Schülerin dauerhaften Nachhilfeunterricht empfohlen, um gegen eine "Lern- und Rechenschwäche" vorzugehen.
mehr...
Westdeutsche Allgemeine (WAZ) - 22.03.2010
Verloren in der Welt der Zahlen
Über mangelndes mathematisches Verständnis wird oft und gerne gewitzelt - auch vom Betroffenen selbst. Doch wenn der Zugang zur Welt der Zahlen komplett verwehrt bleibt, kann eine Störung dahinter stecken: Dyskalkulie - das ist, wenn der Bildungs- zum Leidensweg wird.
mehr...
Spiegel Online - 06.01.2010
Mädchen können's genauso gut
Jungen können besser rechnen, Mädchen besser lesen, denn die Talente sind eben ungleich verteilt. Stimmt gar nicht, sagen US-Forscher: Schülerinnen
lösen Mathe-Aufgaben ähnlich gut wie Schüler - wenn sie nur an sich glauben und niemand ihnen eine Rechenschwäche einredet.
mehr...
Startblatt.net - 22.12.09
Zahlen - Was ist Rechenschwäche?
Dyskalkulie (Rechenschwäche) bezeichnet ein Ergebnis, das häufiger dann eintritt, wenn Kinder mit ihrem vorschulischen Wissen und Verständnis für Zahlen
auf einen Unterricht treffen, den sie nicht verstehen. Kinder mit nicht genügendem Grundlagenwissen werden in der Grundschule sehr oft
mit Anforderungen konfrontiert, denen sie bereits von Beginn an und dann auch im weiteren Fortgang der Schulzeit nicht gewachsen sind.
mehr...
Süddeutsche Zeitung - 19.08.09
Rechenschwäche: 2 x 3 = 5?
Wenn Kinder verkehrt rechnen, kann das an Dyskalkulie liegen. Doch diese Rechenschwäche kann erfolgreich behoben werden.
Experten-Schätzungen zufolge sind bundesweit rund sechs bis sieben Prozent der Kinder von einer solchen Dyskalkulie betroffen.
mehr...
Zeit Online - 05.08.09
Interview Lernstrategien: »Die Lehrer müssen mithelfen«
Durch Lernspiele erwerben Kinder neues Wissen. Auch wurde erforscht, dass bildungsferne Kinder mit Rechenschwächen mit Brettspielen die Zahlenwelt besser erfassen und leichter Zahlen auf einem Zahlenstrahl zeichnen können.
Doch nur mit der Unterstützung durch Erwachsene können sie es für ihren Alltag nutzbar machen.
mehr...
Borkener Zeitung - 21.04.09
Mathematik-Problem Fall für die Richter
Er hat immer furchtbare Angst, wenn in der Schule eine Klassenarbeit in Mathematik ansteht. Dann bekommt der
15-jährige Schüler, der jetzt die neunte Klasse einer Ahlener Hauptschule besucht,
sogar Magenkrämpfe und klagt über Übelkeit. Am liebsten würde er die Schule an diesem Tag schwänzen. Der ansonsten durchschnittlich begabte Junge leidet seit Jahren an einer Rechenschwäche, einer sogenannten Dyskalkulie.
Sein Fall war Gegenstand einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Münster.
mehr...
Welt online - 14.04.09
Wenn die Welt der Zahlen nur noch Angst macht
Rund fünf Prozent aller Kinder gelten nach neuesten Studien als massiv rechenschwach. Sie leiden unter Dyskalkulie oder Rechenschwäche. Ständiges Pauken hilft ihnen nicht. Nötig ist eine frühe und gezielte Förderung im Fach Mathematik.
mehr...
"Planet Beruf" - Bundesagentur für Arbeit - 10.01.09
Wenn Üben nicht hilft - Gezielte Förderung bei Dyskalkulie (Rechenschwäche)
Je früher Rechenschwäche bei Kindern erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden. Auch der Einstieg in die Berufsausbildung kann dadurch gut vorbereitet werden. Denn Rechenschwäche hat
nichts zu tun mit mangelnder Intelligenz oder Begabung für Mathematik.
mehr...
Frankfurter Rundschau - 23.10.08
Wie Eltern Rechenschwäche erkennen können
Je nach Untersuchung haben 1,3 bis vier Prozent der Grundschüler eine Rechenschwäche (Dyskalkulie). Für die Diagnose der Lernstörung ist entscheidend aufzudecken, wie gerechnet wurde und weniger das Ergebnis.
Telepolis - 08.06.08:
"Rechenschwäche weiter verbreitet als Leseschwäche"
Nach einer neuen britischen Studie kommt die Dyskalkulie (Rechenstörung) doppelt so oft vor wie die Legasthenie.
Spiegel-Online - 26.01.08:
"Mathematik stärkt die Persönlichkeit"
Rechnen ist für viele Menschen eine Qual, höhere Kunst, ein Rätsel. In diesem Interview erklärt der Mathematik-Professor Beutelspacher, warum Geometrie und Mengenlehre ganz anders sind, als viele denken.
"Neurologen und Psychiater im Netz" - 19.12.07:
Kinder mit Entwicklungsstörungen benötigen individuelle
pädagogische und therapeutische Förderung
Etwa 3% der Kinder in Deutschland sind von einer Lese- und Rechtschreibstörung betroffen, 5% von einer sprachlichen
Entwicklungsstörung sowie weitere 3% von einer Rechenstörung. Außer bei Rechenschwäche (Dyskalkulie) leiden Jungen häufiger an einer Entwicklungsstörung als Mädchen.
Spiegel-Online - 19.2.07:
Alptraum Mathe: Verschätzt, verrechnet, verkannt
Jasmin, 17, und Jelena, 19, sind
überdurchschnittlich intelligent. Nur beim Rechnen geht alles schief. Das Einmaleins war schwer, Bruchrechnen ist Folter - und wie viele Einwohner Darmstadt hat, können sie nicht
schätzen. Trotz Dyskalkulie (Rechenschwäche) kämpfen beide um das Abitur.
Spiegel-Online - 30.1.07:
Klage von Schülerin - Wegen Rechenschwäche mehr Zeit für Mathe-Tests
Wenn Kinder an Legasthenie leiden, bekommen sie ein Viertel mehr Zeit für Schulprüfungen - Schülern mit Dyskalkulie (Rechenschwäche) steht dieses Recht oft nicht zu. Eine 14-jährige Gymnasiastin
zog gegen ihre bayerische Schule vor Gericht und erzielte einen kleinen Erfolg.
Süddeutsche Zeitung - 27.11.2006
Weder dumm noch faul - Rechenschwäche (Dyskalkulie) ist behandelbar
Wenn ein Kind in der vierten Klasse
beim Rechnen immer noch die Finger zu Hilfe nimmt, dann braucht es vielleicht besondere Hilfe.
Aus dem Fernsehen:
SAT1 - "Planetopia": Wenn Zahlen ein Rätsel sind
Mit gezielter Früherkennung lie e sich bei
Dyskalkulie (Rechenschwäche) das Schlimmste verhindern.
ARTE - "Hippokrates": Rechenschwäche/Dyskalkulie - Wenn Kinder nicht rechnen können.
Die Dyskalkulie
oder Rechenschwäche ist eine Lernstörung im Bereich Mathematik. Sie macht sich sowohl in einem mangelnden Zahlenverständnis, als auch in einer mangelnden Rechenfähigkeit
bemerkbar. Betroffen sind bis zu 4% Prozent aller Kinder. Nicht jedes Kind, das schlecht rechnet, leidet jedoch an einer Dyskakulie (Rechenstörung).
(Sehen Sie hier den Videofilm)
Dyskalkulie (Rechenschwäche/Rechenstörung) - was ist das?
Druckfreundliche Version
Dass die Entwicklung von Schulkindern durch eine Lese-Rechtschreibschwäche bzw. Legasthenie nachhaltig beeinträchtigt werden kann, ist heute allgemein bekannt. Demgegenüber hat das
Phänomen Dyskalkulie, obwohl mittlerweile seit ca. zwanzig Jahren erforscht, bisher nur in begrenztem Maße Eingang ins öffentliche Bewusstsein gefunden.
Bis zu fünf Prozent aller Grundschüler gelten, neueren Studien zufolge, als massiv "rechenschwach". Das heißt zunächst: Sie sind trotz schulischer Förderma nahmen,
trotz noch so zeitaufwändigen Übens zuhause nicht in der Lage, auch nur die grundlegenden mathematischen Kenntnisse und Fertigkeiten zu erlangen. Betroffene Schüler zeigen bei den
mathematischen Grundlagen (Mengenverständnis, Zahlbegriff, Grundrechenarten, dezimales Stellenwertsystem) überdauernd schwächere Leistungen als in anderen Fächern. Wird der Rechenstörung nicht angemessen begegnet, setzt sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ins Erwachsenenalter fort.
Die grundlegenden Miss- und Unverständnisse (vgl. Symptomliste), die schon bei rechenschwachen Schülern vorzufinden sind, erledigen sich nämlich nicht îmit den Jahren von selbst©.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Dyskalkulie in der ICD-10 (1) im Abschnitt "umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten"
auf (2).
Im Unterabschnitt F81.2 ist dort die Definition der Rechenstörung (Dyskalkulie) zu finden:
"Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die
nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, wie
Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie oder Differential- und Integralrechnung benötigt
werden."
Hinter dem Begriff Dyskalkulie steht für alle Beteiligten eine oft jahrelange Qual mit der Zahl. Überforderte Eltern erleben es ständig: Die von Rechenschwäche (Dyskalkulie) Betroffenen können nicht verstehen,
welche Zahl grö er und welche kleiner ist. Einfache Aufgaben wie "Was ist mehr: acht Elefanten oder acht Ameisen?" beantworten sie mit: „Die Elefanten natürlich!" Sie
schreiben Ziffern seitenverkehrt und verwechseln Rechenarten. Ein Unterschied zwischen Multiplizieren und Dividieren wird oftmals gar nicht erkannt. Rechenschwache Schüler benötigen sehr
häufig Zählhilfen: Finger, Zehen, Stifte, und wenn alles nicht mehr reicht, stellen sie sich Luftfinger vor. Aufgaben, die in den Zehner- oder Hunderterbereich hineingehen, werden
häufig falsch gelöst, weil sie über die zehn Finger hinausgehen. Dem von Rechenschwäche (Dyskalkulie) Betroffenen fehlt insofern weitgehend das Verständnis für Mengen, Zahlen und für den Aufbau
zwei- oder mehrstelliger Zahlen.
Hierbei handelt es sich nicht um einfache Flüchtigkeitsfehler. Diese Fehler beruhen auf Vorstellungen, Konzepten und Strategien, die i.d.R. einer inneren Logik gehorchen, einem sog.
"subjektiven Algorithmus" - so unsinnig die Rechenergebnisse mitunter auch aussehen mögen. Diese Fehler passieren also nicht „zufällig“ und fast nie aus dem
Grund, dass der Jugendliche oder Erwachsene sich „zu wenig konzentriert“ oder „zu wenig geübt“ hätte. Was das letztere betrifft, ist zumeist sogar das Gegenteil zu bemerken: Gerade mit rechenschwachen Schülern wurde und wird häufig zu viel, zu ausgiebig und in falscher Weise geübt .
Entscheidend ist: Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene, die erhebliche Probleme beim Rechnen haben, sind nicht dumm oder gar minder begabt.
Oft sind es mangelnde schulische Voraussetzungen gewesen, die in den ersten Klassen aber gar nicht aufgefallen sind. Das führt dann
häufig dazu, dass diese Kinder und Jugendlichen den Schulstoff nie wirklich begreifen und sich ihre gedankliche Anstrengung vor allem darauf richtet, das Rechnen doch irgendwie auswendig zu
lernen, um in der Klasse trotzdem "irgendwie" mitzukommen. Aber jeder Erwachsene weiß: Begreifen kann man nicht auswendig lernen!
Unerlässlich für jedes zielführende Arbeiten mit rechenschwachen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist daher die detaillierte Kenntnis der individuellen (verunglückten) Ausgangslage des Betroffenen, also eine sog.
"qualitative Diagnostik". Bei dieser Diagnostik werden nicht die Fehler
„gezählt“, die der Schüler macht. Ganz im Gegenteil: Wenn der Betroffene berichtet, wie er die Aufgabe gelöst hat, was er sich warum so oder so
zurechtgelegt hat, kann der erfahrene Therapeut aus den Ergebnissen der Untersuchung ein detailliertes Fehlerprofil erstellen. Dieses wird mit den Eltern und auf Wunsch auch gerne der Lehrkraft,
besprochen, so dass klar ist, ob überhaupt eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) vorliegt und an welcher Stelle eine Therapie ansetzen muss.
Die spannende Frage, ob eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) behoben werden kann, ist eindeutig mit Ja zu beantworten, sofern keine medizinischen Ursachen dagegen sprechen und alle Beteiligten während
der meist zweijährigen Therapiedauer konstruktiv zusammenarbeiten. Im Zweifelsfall sollte man sich daher nicht scheuen, Hilfe von Experten in Anspruch zu nehmen.
_________________
1. Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD, engl.: International Classification of Diseases) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegeben und ist eine ihrer Kern-Klassifikationen.
Die aktuelle Ausgabe der ICD wird als ICD-10 bezeichnet. Ziel der ICD ist, die weltweite Erforschung von Krankheiten mit einer international einheitlichen Systematik zu ermöglichen.
(Quelle: Wikipedia)
2. "F 81: Umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten - Es handelt sich um Störungen, bei denen die normalen Muster des Fertigkeitserwerbs von frühen Entwicklungsstadien an
gestört sind. Dies ist nicht einfach Folge eines Mangels an Gelegenheit zu lernen; es ist auch nicht allein als Folge einer Intelligenzminderung oder irgendeiner erworbenen Hirnschädigung oder
-krankheit aufzufassen."
(Quelle: Deutsches Institut für medizinische Dokumentation und Information)
Hinweise auf Rechenstörungen
Charakteristische Symptome einer Dyskalkulie (Rechenschwäche)
"Für eine gezielte Hilfe müssen die Probleme des Kindes fachlich fundiert untersucht werden."
Druckfreundliche Version
Falls die folgenden Symptome auffällig gehäuft auftreten, kann dies (je nach Alter und Schulklasse) auf das Vorliegen von Rechenstörungen/einer Dyskalkulie
hinweisen. Diese Symptome können teilweise jedoch auch bei nicht rechenschwachen Kindern beobachtet werden. Aus diesem Grund können diese Fragestellungen nur erste
Anhaltspunkte bieten und nicht eine fachlich fundierte Diagnostik ersetzen.
-
Kann Ihr Kind räumliche Beziehungen erfassen? Oder verwechselt es sehr häufig rechts/links,
oben/unten, hinten/vorn?
-
Verwechselt es Ziffern (4/5 oder 6/9)? Schreibt es Ziffern von unten her oder seitenverkehrt
(Die 3 ähnelt einem gerundeten E , die 7 einem F)?
-
Kann Ihr Kind mit Geldbeträgen umgehen? Kann es beispielsweise Wechselgeld nachprüfen?
- überschaut Ihr Kind kleinere Mengen, ohne abzählen zu müssen?
- Bewerkstelligt es Addition und Subtraktion nur durch Abzählen?
Verrechnet sich Ihr Kind dabei häufig „um eins“ (z.B. 7 - 3 = 5; 6 + 4 = 9)?
- Werden die Rechenoperationen verwechselt? Rechnet es z.B. 10 • 10 = 20, 3 + 3 = 9?
- Hat Ihr Kind besondere Schwierigkeiten mit so genannten Platzhalteraufgaben 8 - [ ] = 3?
- Verwechselt es Begriffe wie mehr/weniger, das Doppelte/die Hälfte, ein Teil/das Mehrfache, aber auch Begriffe wie länger/kürzer, schwerer/leichter, schneller/langsamer,
früher/später?
- Schreibt es die Zahlen „nach Gehör“ falsch:
z.B. bei der 43 erst die 3 und dann die 4, also 34; oder 20030 statt 230?
- Ist Ihr Kind in der Lage, Zahlenreihen z.B. von 30 bis 15 auch rückwärts aufzusagen?
- Muss Ihr Kind nach Berechnung von 7 + 8 die Aufgabe 7 + 9 erneut abzählen?
Muss es nach der Berechnung von 6 + 3 die Aufgabe 3 + 6 neu berechnen?
- Löst Ihr Kind die Aufgabe 30 + 6 schnell, braucht aber viel Zeit, um 6 + 30 zu lösen?
- Gelingen ihm Analogiebildungen nicht? (z.B. 4 + 5 –> 14 + 5 oder 4 + 5 –> 40 + 50)
- Vergisst Ihr Kind häufig über den „langen Rechenweg“ die Aufgabe? Produziert es oft
„Phantasieergebnisse“ (z.B. 10 + 10 = 200)?
- Beherrscht Ihr Kind Stellenwerte und Zahlenaufbau? Verwechselt es z.B. 12/21, 34/43?
Oder rechnet es z.B. 50 + 4 = 90; 45 + 14 = 86
- Hat Ihr Kind Schwierigkeiten bei Zehner-, Hunderter- oder Tausenderübergängen?
- Kann es mit Zeitangaben umgehen? Verwechselt es Stunden, Minuten, Sekunden? Hat es nur ungenaue Vorstellungen von Wochen, Monaten, Jahren?
- Ist Ihr Kind in der Lage, eine gegebene Sachaufgabe in den richtigen mathematischen Lösungsweg zu transformieren oder sucht es sich auf „gut Glück“ irgendeine Rechenart
aus?
- Sind seine Rechenleistungen sehr unregelmäßig? Hat das üben wirklich dauerhaft geholfen, oder ist manches, was es gestern noch „konnte“, heute wieder wie
weggeblasen?
Die Frage, ob ein Kind grundlegende Defizite beim Umgang mit Quantitäten aufweist, ob also eine Rechenstörung (Dyskalkulie) vorliegt, kann nur durch eine ausführliche fachliche
Untersuchung geklärt werden. Denn zum Einen treten nicht alle Schwierigkeiten immer voll in Erscheinung und zum anderen kommen viele dieser Fehlleistungen bei jedem Kind, das Rechnen erst noch
lernt, mehr oder weniger häufig vor. Für den Fall, dass bei ihrem Kind drei oder mehr der oben genannten Schwierigkeiten gehäuft auftreten, sollten Sie sich durch einen Test Gewissheit
verschaffen. Für die weitere Förderung Ihres Kindes ist es sehr entscheidend, ob es nur einen bestimmten Schritt nicht verstanden hat oder ob seine Schwierigkeiten grundlegender Art
sind.
Diesen Symptomkatalog gibt es hier auch als PDF-Dokument
zum bequemeren
Ausdrucken.
Was ist Qualitative Diagnostik der Dyskalkulie?
"Nur eine qualitativ orientierte Diagnostik kann die
individuell ausgebildete Rechenstörung (Dyskalkulie) differenziert aufdecken."
Druckfreundliche Version
Die gängigen Methoden der Diagnostik einer Rechenstörung (Dyskalkulie) beruhen im Wesentlichen auf einem Vergleich der individuellen Rechenleistung hinsichtlich der Anforderungen der gestellten Rechenaufgabe mit den Leistungen der
jeweiligen Altersgruppe. Es wird also vorrangig die Messung der abstrakten mathematischen Leistungsfähigkeit des Probanden angestrebt ("Wer rechnet korrekter und schneller?"). Auf
der Basis dieser Fragestellung sind eine ganze Reihe von standardisierten Tests entwickelt worden, die im Hinblick auf die Qualifizierung individuell verschieden ausgebildeter
Rechenfehler (»subjektive Algorithmen«) die Schwäche aufweisen, dass bei ihnen in erster Linie das Ergebnis zählt und weniger das mathematische Vorgehen! Demgegenüber ist für die Aufdeckung und
Behandlung einer Dyskalkulie ganz entscheidend zu klären, warum und auf welchem Rechenweg die fehlerhaften Ergebnisse (aber auch manch richtiges Ergebnis!) zustande gekommen sind. An
Stelle dessen wird bei den gängigen Testverfahren die Analyse der Fehler mehr oder weniger darauf eingegrenzt, die Menge der richtigen und falschen Ergebnisse zu ermitteln und die so gewonnene Quote an
dem
vorab feststehenden Auswertungsschlüssel zu messen. Damit hat man dann im Ergebnis vielleicht festgestellt, dass eine Rechenstörung (Dyskalkulie) vorliegt - welche falschen Rechenstrategien
dahinter stecken und wie die Ausprägung der Dyskalkulie (Rechenschwäche) sich im speziellen Fall konkret darstellt, ist für die Aufarbeitung und Behandlung der individuellen Lerndefizite allerdings
wesentlich wichtiger.
Überwinden lässt sich dieser Mangel durch eine qualitative Fehleranalyse und eine qualitative Beurteilung der subjektiven Rechentechniken. Wir setzen dafür das
Qualitative Erfassungssystem Dyskalkulie (QuEst_D) ein. Das Aufgabenmaterial an unserem Institut umfasst - logisch aufbauend sortiert - alle Anforderungen an das
mathematische Denken. Es wird sowohl als mündliche und schriftliche aber auch als Sachaufgabe dargeboten. Die qualitativen Fehleranalysen liefern vor allem in Kombination mit einer Anleitung des
Probanden zum „lauten Denken" während des Problemlösungsprozesses die notwendigen Informationen über die jeweils konkret vorliegenden subjektiven Rechenstrategien.
Aus den angewandten Rechentechniken und den subjektiven Algorithmen lassen sich – verglichen mit dem mathematisch gebotenen Vorgehen – Rückschlüsse auf das Verständnis
mathematischer Inhalte und Operationen erzielen. Dadurch werden Lerndefizite (hier spezielle Wissensmängel um mathematische Abstraktionen sowie unlogische Verfahrenstechniken: Zählen statt
Rechnen) sichtbar und die Systematik der Rechenfehler lässt sich aufschlüsseln und erklären.
Neben die Interview-Technik des „lauten Denkens“ treten noch die Verhaltensbeobachtungen von Mimik, Gestik und Körpersprache, die Rückschlüsse darüber zulassen, ob
die Kommentare der Probanden die wirkliche Vorgehensweise treffen. Dazu kommt die Methode, die wir die „Beobachtung des konkreten Handelns mit mathematisch strukturierten
Veranschaulichungsmitteln“ nennen. Dahinter verbirgt sich eine qualitative Analyse der Handlungstechniken auf der konkret-handelnden Ebene. Rechenschwäche (Dyskalkulie) lässt sich häufig
bereits auf der Handlungsebene als apraktische Umgangsform mit Veranschaulichungsmitteln nachweisen.
Auf diese Weise entsteht eine differenzierte qualitative Profilierung der Rechenschwäche (Dyskalkulie), was insbesondere für die Rechentherapie im Sinne der Prozessbegleitung von
größter Bedeutung ist. Die Therapie kann damit gezielt dort ansetzen, wo die mathematischen Probleme des Probanden beginnen.
Die "Dyskalkulie-Therapie" -
nur eine wohlklingende andere Vokabel für Nachhilfe- oder Förderunterricht?
Druckfreundliche Version
Rechenschwache Kinder benötigen hinsichtlich der individuell verschieden ausgebildeten falschen Rechenstrategien (sog. »subjektive Algorithmen«) darauf abgestimmte individuelle
Hilfen. Der klassische Förder- oder Nachhilfeunterricht ebenso wie vertiefender Schulunterricht führt bei rechenschwachen Schülern fast nie zum Erfolg, da dort
zwangsläufig der aktuelle Schulstoff Gegenstand ist und nicht die fehlerhaften Lernstrategien des einzelnen Kindes. Schon allein wegen der Gruppengröße (auch in
Förderklassen) kann nur in seltenen Ausnahmen überhaupt an der individuellen Ausgangslage Einzelner angeknüpft werden. Begreifen lässt sich aber nun mal nicht üben! So verpufft bei Kindern mit spezifischen Rechenstörungen
meist jegliches Üben und "Festigen", da auf diese Weise die entscheidenden Grund- und Kerngedanken von Menge und Zahl für sie nicht zugänglicher gemacht werden. Und gerade die sind bei
solchen Kindern vorab entweder gar nicht oder mit gänzlich falschen Vorstellungen besetzt. Es handelt sich in solchen Fällen nicht einfach um "Lücken" im Wissen! Routinisieren & Einüben zielt nicht auf Erklärung bzw. Aufdeckung
fehlerhafter Rechenstrategien und macht so wirklich nur Sinn auf der Basis von bereits erkannten und begriffenen mathematischen Zusammenhängen.
Die an unserem Institut durchgeführte Lernintervention geht deshalb auf die spezifische Lernausgangslage des Schülers ein, indem sie gerade kein einheitliches Programm anwendet,
das sich am irgendeinem vorgegebenen Stoff orientiert, sondern in Form einer integrativen Lerntherapie ein individuelles Bedarfstableau von Maßnahmen erstellt. Je nach den individuell
ausgeprägten Eigenarten und Störungen des Lernprozesses sowie der subjektiven Verarbeitung der Leistungsschwäche werden entsprechende Lehr- und Lernformen gewählt und aktuell
variiert. Unsere Therapieform der Lernbegleitung ist hierfür deshalb die Einzel- oder auch (in speziell aufeinander abgestimmten Fällen) die Doppeltherapie.
In der Mathematik bauen Lerninhalte sachlogisch streng aufeinander auf. Es muss daher abgesichert sein, dass der Schüler die inhaltliche Argumentation nötigenfalls auch kleinster
Schritte nachvollziehen kann. Deshalb ist die zentrale Interventionsform der individual-therapeutische Lerndialog mit dem Schüler. Diesen zu führen, ist die Aufgabe eines mathematisch und
pädagogisch-psychologisch ausgebildeten Lerntherapeuten, der die Grundlagen der Mathematik auf den Fall spezifiziert darlegen kann.
Eine in die Lerntherapie integrierte Verlaufsdiagnose sichert prozessbegleitend die Lernfortschritte, so dass durch angepasste Lernschritte systematisch die Defizite im Lernstoff aufgearbeitet
werden können. Damit stiftet die Therapie von Beginn an ein begründetes und wachsendes Vertrauen der Schüler in ihr neu erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten.
Eltern, LehrerInnen und MitarbeiterInnen von Beratungsstellen können im Vorfeld mit unseren Ratgeber-Broschüren und einer Symptomliste
erste Anhaltspunkte für eine mögliche Rechenschwäche (Dyskalkulie) sammeln.
Dyskalkulie-Prävention
"Bereits in den ersten beiden Klassen ist vorbeugende Hilfe möglich."
Druckfreundliche Version
Viele Kinder können zwar schon im Alter von fünf bis sechs Jahren häufig mühelos bis 20 oder weiter zählen, dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass ihnen die wirkliche Bedeutung von Zahlen bekannt ist, d.h. ob sie
Zahlen als Stellvertreter von Mengen verstehen. Bei Zahlwortreihen (8, 9, 10, 11...) z.B. ist nämlich v.a. entscheidend, inwieweit mit den Worten eine Mengenvorstellung verknüpft wird. Da kann z.B. die fehlende Fähigkeit, die
Zahlwortreihe rückwärts aufzusagen, ein Hinweis darauf sein, dass die Zahlreihe nur als Wortfolge verstanden wird: Das Kind fasst sie dann wie ein Gedicht auf, das man auswendig lernen muss – ohne dabei an eine bestimmte Anzahl, an
Mengen, zu denken. Beim Zählen und bei der Abfrage von Vorgängern und Nachfolgern wird daher untersucht, inwieweit die Kinder die Zahlen als Vertreter von Anzahlen („Sechs ist einer mehr als Fünf") verstehen oder bei Zahlen nur
an die Wortreihe denken („Eins, Zwei, Drei, Vier, Fünf, Sechs,...").
Die elementaren Grundlagen des gesamten mathematischen Begreifens werden in den ersten beiden Schuljahren geschaffen. Daher kommt vor allem den ersten Lernschritten eine
groáe Bedeutung zu. Das Feststellen eines mangelnden oder fehlenden mathematischen Fundaments beim Kind kann aber erst nach dem Durchlaufen dieser ersten Lernschritte durchgeführt werden. Meist ist eine Diagnose der
Rechenschwäche (Dyskalkulie) daher erst ab Mitte des zweiten Schuljahres sinnvoll. Bei Verdacht auf die künftige Ausbildung einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) sollte rechtzeitig eine lerntherapeutische Frühbegleitung als Präventionsmaßnahme eingeleitet werden.
So ist bei Erstklässlern häufig zu beobachten, dass sie eine Menge aus fünf Elementen, zu der ein weiteres hinzugelegt wird, neu auszählen müssen. Dies ist ein Hinweis darauf, dass das Kind die Zahl „sechs"
offensichtlich lediglich mit der sechsten Zählposition in der Zahlwortreihe (ordinaler Aspekt) identifiziert, nicht jedoch mit der gesamten Menge aus sechs Elementen – also einem mehr als fünf. Solche Schwierigkeiten können
bedeuten, dass die Kinder in den ersten Klassen noch gar nicht den mathematischen Entwicklungsstand erreicht haben, der für das Erlernen der Zahlen sowie der Rechenoperationen „Plus" und „Minus" vorausgesetzt wird. In solchen
Fällen sollte durch eine besondere Förderung – inner- oder außerschulisch – der Ausbildung einer Dyskalkulie vorgebeugt werden.
Laden Sie hier kostenlos unser Inventar zur Früherkennung im schulischen Förderunterricht herunter ...
Sind denn vielleicht Medikamente zur Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit angezeigt? Mehr->
Rechenschwäche (Dyskalkulie) bei Jugendlichen und Erwachsenen
Auch unter Haupt- und Realschulschulabsolventen (mit und ohne Schulabschluss) findet sich ein hoher Anteil an rechenschwachen
Jugendlichen, die oft bereits seit Beginn ihrer Schulzeit an einer Rechenstörung (Dyskalkulie) leiden. Diese jungen Menschen sind auf dem Berufsbildungs- und Arbeitsmarkt nahezu chancenlos. Selbst reduzierten
Berufsbildungsansprüchen können diese Jugendlichen meist nicht gerecht werden. Durchaus nicht ungewöhnlich ist eine Dyskalkulie (Rechenschwäche) auch bei Gymnasiasten. In der Regel handelt es sich hierbei um Schülerinnen und Schüler, denen es
unter erheblichem Einsatz von Flei über einen gewissen Zeitraum hinweg gelungen ist, notenmä ig unauffällig zu bleiben - meist indem sie Rechenstrategien sowie ganze Aufgabensätze
unbegriffen-mechanisch auswendig gelernt haben und schematisch anwenden.
Wir bieten ein spezifisches Diagnoseprogramm für Rechenschwäche (Dyskalkulie) bei Jugendlichen an, dem neben den fundamentalen Themenbereichen der Grundschule die
jeweiligen erweiterten Stoffinhalte zugrunde gelegt sind. Bei Vorliegen einer verschleppten Rechenstörung (Dyskalkulie) stehen für eine Behandlung erfahrene Therapeuten bereit, die dem jeweils angestrebten Bildungsweg angepasste Lerninterventionen
durchführen.
Dass bislang dem Thema Dyskalkulie bei Erwachsenen bisher in Forschung und Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, bedeutet eben nicht, dass es keine rechenschwachen
Erwachsenen gäbe. Wird der Rechenstörung (Dyskalkulie) in Kindheit oder Jugend nicht angemessen begegnet, setzt sie sich mit gro er Wahrscheinlichkeit ins Erwachsenenalter fort. Die grundlegenden Miss- und
Unverständnisse (vgl. Symptomliste), die schon bei rechenschwachen Kindern vorzufinden sind, erledigen sich nicht îmit den Jahren© - quasi îvon selbst©.
Erwachsene, deren Rechenschwäche (Dyskalkulie) nicht zu Schulzeiten erkannt wurde, werden ihre Unkenntnis vielleicht auf geschicktere Weise zu kompensieren oder zu verbergen wissen - die Schwierigkeiten mit
alltagspraktischen mathematischen Fragestellungen (wie z. B. der Umgang mit Geld, Fahrplänen etc.) werden dadurch aber beileibe nicht behoben.
Erwachsene, die den Verdacht haben, an einer Rechenstörung/Dyskalkulie zu leiden, können sich gerne für ein unverbindliches Beratungsgespräch an unser Institut wenden.
Spezialisierte Fachinstitute für die Therapie der Dyskalkulie/Rechenschwäche:
Druckfreundliche Version
10713 - Berlin - Institut für Rechenschwäche-Therapie Brienner Str. 11,
Tel. 030-86 39 69 04, E-Mail
12203 - Berlin - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Dürerstr. 38,
Tel. 030-832 80 17, Fax 030-831 55 26, E-Mail
14469 - Potsdam - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Hebbelstr. 12b,
Tel. 0331-550 77 67, Fax 0331-550 87 42, E-Mail
20144 - Hamburg - Institut für Mathematisches Lernen Hamburg, Grindelberg 45 sowie Claus-Ferck-Str. 11,
Tel. 040-422 42 21, Fax 040-429 129 10, E-Mail
21075 - HH-Harburg - Institut für Mathematisches Lernen Hamburg, Haakestr. 98,
Tel. 040-791 400 95, Fax 040-791 400 62, E-Mail
26127 - Oldenburg - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Grünteweg 35,
Tel. 0441-304 60 54, Fax 0421-349 93 13, E-Mail
27404 - Zeven -
Zentrum für Rechentherapie Zeven, Poststr. 6,
Tel. 0471-9266844, E-Mail
27472< - Cuxhaven -
Zentrum für Rechentherapie Cuxhaven, Marktplatz 7a
Tel. 0471-9266844, E-Mail
27570 - Bremerhaven -
Zentrum für Rechentherapie Bremerhaven, Lothringer Str. 24
Tel. 0471-9266844, E-Mail
28211 - Bremen - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Argonnenstr. 3,
Tel. 0421-349 93 13, Fax 0421-349 93 13, E-Mail
30175 - Hannover - Therapiezentrum Rechenschwäche Hannover, Bernstraße 10,
Tel. 0511-318 08 23, Fax 0511-336 49 88, E-Mail
34121 - Kassel - Zentrum für Mathematisches Lernen, Wilhelmshöher Allee 191,
Tel. 0561-316 05 60, Fax 0561-314 94 41, E-Mail
35037 - Marburg - Marburger Zentrum für Lerntherapie, Ockershäuser Allee 21,
Tel. 06421-162 455, Fax 06421-163 352, E-Mail
38100 - Braunschweig - Institut für mathematisches Lernen, Steinweg 4,
Tel. 0531-121 677 50, Fax 0531-121 677 59, E-Mail
39110 - Magdeburg - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Arndtstr. 53,
Tel. 0391-50 67 990, Fax 0391-734 61 22, E-Mail
40211 - Düsseldorf - Mathematisch-Lerntherapeutisches Institut, Kurfürstenstr. 8,
Tel. 0211-171 06 67, Fax 0211-171 06 68, E-Mail
44145 - Dortmund - Mathematisches lerntherapeutisches Zentrum, Münsterstr. 40-42,
Tel. 0231-839 00 49, Fax 839 02 49, E-Mail
44787 - Bochum - Mathematisches lerntherapeutisches Zentrum, Widumestr. 6,
Tel. 0234-890 13 55, Fax 0234-890 13 56, E-Mail
45127 - Essen - BIB-Förderkonzept mathematisches Denken, Kennedyplatz 8,
Tel. 0201-105 58 44, Fax 0201-105 59 36, E-Mail
48143 - Münster - Osnabrücker Zentrum für mathematisches Lernen (Zweigstelle),
Bergstraße 30,Tel. 0541-205 22 42, E-Mail
49074 - Osnabrück - Osnabrücker Zentrum für mathematisches Lernen, Georgstr. 8,
Tel. 0541-205 22 42, Fax 0541-205 22 44, E-Mail
49356 - Diepholz - Osnabrücker Zentrum für mathematisches Lernen (Zweigstelle),
Bahnhofstraße 7, Tel. 0541-205 22 42, E-Mail
50670 - Köln - Lerntherapeutisches Zentrum Rechenschwäche, Hansaring 82,
Tel. 0221-912 34 50, Fax 0221-912 34 52, E-Mail
53111 - Bonn - Zentrum für Dyskalkulietherapie Bonn, Nordstraße 75,
Tel. 0228-976 66 00, Fax 0228-976 66 02, E-Mail
55546 - Volxheim - Rechenschwäche-Institut RESI, Kreuznacher Straße 22-24,
Tel. 06703-961 000, E-Mail
65719 - Hofheim/T. - Pädagogisch-Therapeutisches Zentrum Hofheim, Nachtigallenweg 6,
Tel. 06192-74 64, Fax 06192-81 69
65929 - Frankfurt/M. - Pädagogisch-Therapeutisches Zentrum Frankfurt, Albanusstraße 27,
Tel. 069-313 200, Fax 06192-81 69
68229 - Mannheim - Institut zur Therapie der Rechenschwäche, Main-Neckar-Bahn-Str. 30,
Tel. 0621-491 578, Fax 496 2095, E-Mail
70372 - Stuttgart - Institut zur Therapie der Rechenschwäche, Schmidener Straße 17,
Tel. 0711-557 590, Fax 0711-557 599, E-Mail
71638 - Ludwigsburg - Institut zur Therapie der Rechenschwäche, Uhlandstraße 21,
Tel. 07141-242 13 87, Fax 07141-298 08 32, E-Mail
72072 - Tübingen - Institut zur Therapie der Rechenschwäche, Bei d. Pferdeställen 3,
Tel. 07071-360 265, Fax 360 262, E-Mail
72764 - Reutlingen - Therapiezentrum für Rechenschwäche, Untere Gerberstr. 15,
Tel. 07121-321 005, Fax 07121-321 005, E-Mail
73230 - Kirchheim/T. - Institut zur Therapie der Rechenschwäche, Alleenstraße 87,
Tel. 07021-42 29 4, Fax 07021-97 80 91, E-Mail
75173 - Pforzheim - Therapie-Zentrum für Rechenschwäche/Dyskalkulie, Bleichstr. 3a,
Tel. 07231-259 25, Fax 07231-259 34, E-Mail
76133 - Karlsruhe - Institut zur Therapie der Rechenschwäche, Reinh.-Frank-Str. 46b,
Tel. 0721-252 60, Fax 0721-203 28 40, E-Mail
80333 - München - Mathematisches Institut z. Behandl. d. Rechenschwäche, Brienner Str.48,
Tel.089-5233142, Fax 5234283, E-Mail
83022 - Rosenheim - Mathematisches Institut z. Behandl. d. Rechenschwäche, Stollstr. 10,
Tel. 08031-15631, Fax 08031-17871, E-Mail
84453 - Mühldorf/I. - Therapiezentrum Rechenschwäche Mühldorf, Auf der Wies 7b,
Tel. 08631-164 958, Fax 08631-162 263, E-Mail
85221 - Dachau - Mathematisches Institut zur Behandlung der Rechenschwäche,
Dr.-Engert-Str. 9, Tel. 089-523 31 42, E-Mail
85551 - Kirchheim/M. - Mathematisches Institut zur Behandlung der Rechenschwäche,
Maria-Glasl-Str. 16, Tel. 089-523 31 42, E-Mail
86150 - Augsburg - Mathematisches Institut zur Behandlung der Rechenschwäche,
Stettenstraße 2, Tel. 0821-51 73 78, E-Mail
86899 - Landsberg - Mathematisches Institut zur Behandlung der Rechenschwäche,
Hauptplatz 175, Tel. 089-523 31 42, E-Mail
93047 - Regensburg - Lerntherapeutische Praxis Lern-/Leistungsstörungen,
Trothengasse 5, Tel. 0941-542 28, Fax 561 424, E-Mail
01097 - Dresden - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Obergraben 19,
Tel. 0351-810 45 42, Fax 0351-810 45 69, E-Mail
04103 - Leipzig - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Kreuzstraße 3b,
Tel. 0341-268 95 20, Fax 0341-268 95 22, E-Mail
06114 - Halle - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Reichardtstr. 14,
Tel. 0345-522 05 72, Fax 0345-522 05 73, E-Mail
07548 - Gera - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Fasaneriestr. 2,
Tel. 0365-214 74 74, Fax 036605-907 94, E-Mail
09130 - Chemnitz - Zentrum zur Therapie der Rechenschwäche, Peterstraße 23,
Tel. 0371-433 12 15, 0371-433 12 16, E-Mail
A-1070 - Wien - Institut zur Behandlung v. Rechenschwächen, Lerchenfelder Str. 125/13,
Tel. 01-5264846, Fax 5264847, E-Mail
A-8020 - Graz - Institut zur Behandlung v. Rechenschwächen, Kleegasse 3/BO 2,
Tel. 0316-766 344, Fax 01-526 48 47, E-Mail
Literatur zum Thema Dyskalkulie (Rechenschwäche/Rechenstörung)
Unseren Ratgeber für betroffene Eltern gibt's hier kostenlos zum Download
Unsere "Informationen für Lehrer" können sie hier kostenlos bekommen
Unsere Fortbildungsangebote können sie hier herunterladen.
Hier finden Sie weiterführende Materialien & Broschüren zum Thema Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Hoffmann, W. / Schlee, U. / Schwerin, A. v.: »Mein Kind ist rechenschwach!«
Ratgeber für den Umgang mit rechenschwachen Kindern und Jugendlichen.
Der Ratgeber ist ein praxisorientiertes Buch für alle von Dyskalkulie Betroffenen, das helfen soll, rechenschwache Kinder besser zu verstehen und grobe Fehler zu vermeiden.
Neben praktischen Tipps, wie man (und wie man besser nicht) zu Hause üben sollte, legt das Buch großes Augenmerk darauf, wie man solchen Kindern und Jugendlichen nachhaltig helfen
kann.
Fallbeispiele über frustrierendes Üben - Der Leidensweg von Kindern mit Dyskalkulie
Typische Fehler rechenschwacher Kinder - Welche Rolle spielt die Konzentration?
Sinnvolles Üben – aber wie geht denn das? - Wann kann eine Nachhilfe dem Kind helfen?
Warum ist genaue Diagnostik so wichtig? - Aufbrechen des »Teufelskreises Lernstörung«
Was kann die Schule zur Förderung beitragen? - Weiterführende Bücher und Beratungsstellen
Osnabrück 2004 (5. Auflage) - EUR 5,– | 120 S.
Zu beziehen über das Zentrum für Rechentherapie - eMail mit Ihrer Anschrift genügt!

Michael Gaidoschik
Rechenschwäche - Dyskalkulie
Eine unterrichtspraktische Einführung für LehrerInnen und Eltern
3 + 4 = 6 !?
50 - 1 = 40 !?
10 • 10 = 20 !?
10 : 2 = 8 !?
Fehler von rechenschwachen Kindern. Fehler, wie sie tagtäglich LehrerInnen in der Klasse, Eltern beim üben daheim auffallen. Fehler, die oft
genug Ratlosigkeit und Verzweiflung hervorrufen: Was ist nur los mit diesem Kind? Warum versteht es nicht, was doch eigentlich so “kinderleicht” ist? Warum weiß es heute nicht mehr,
was wir gestern am Beispiel geübt haben? Wird ihm denn im Rechnen nie der "Knoten platzen"?
Der Autor zeigt auf, wie hinter den scheinbar gedankenlosen Fehlern rechenschwacher Kinder ein in sich durchaus schlüssiges kindliches Denken steckt. Ein Denken, das man
durchschaut haben muss, um auch diese Kinder zu einem erfolgreichen Umgang mit der Grundschulmathematik führen zu können.
Auf wissenschaftlicher Grundlage, doch für den praktischen Gebrauch von LehrerInnen und Eltern klar und verständlich geschrieben, bietet das Buch eine Fülle von Anregungen, wie eine
drohende Rechenstörung (Dyskalkulie) vielleicht doch noch vermieden werden kann - und wie geholfen werden kann, wenn ein Kind sich im “System Rechenschwäche (Dyskalkulie)” bereits verfangen
hat. Persen 2003 - EUR 18,- | 151 Seiten | ISBN:
978-3893588992
H. Claus, J. Peter u.a.
Finger, Bilder, Rechnen
Förderung des Zahlverständnisses im Zahlraum bis 10.
Anleitung und Arbeitsmaterial.
(Institut für mathematisches Lernen Hamburg)
Die Finger gehören zu den ältesten Hilfsmitteln des Menschen im Umgang mit Mengen und Zahlen. Heutzutage gilt das Rechnen mit den Fingern jedoch als Inbegriff
gescheiterter Lernbemühungen und des Verharrens im zählenden Rechnen.
Der Hamburger Zahl- und Rechenaufbau (HamZaRa) erschließt demgegenüber die Produktivkraft der Finger als Lern- und Arbeitsmittel für den Erwerb mathematischer Grundkenntnisse. Das
Ziel des Programms besteht in der Förderung des Zahl- und Rechenverständnisses im Zahlraum bis 10. Die Abfolge der einzelnen Lernschritte orientiert sich an der Entwicklungslogik
mathematischer Einsichten und Fähigkeiten. Dabei wird zunächst auf die Herausbildung eines mengenorientierten Verständnisses für Zahlen und Rechenoperationen Wert gelegt. Auf
dieser Grundlage wird durch vielfältige Übungen der Erwerb praktischer Zahl- und Rechenfertigkeiten gefördert.
Das Programm wendet sich an Lehrer, Sonderpädagogen und andere Berufsgruppen, die in ihrem Arbeitsfeld mit Aufgaben der Entwicklungs- und Lernförderung im mathematischen Bereich befasst
sind.
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2005, 29,90 €, ISBN 3-525-46226-3
Literaturliste zur Thematik Rechenschwäche/Dyskalkulie
Brühl, H. Bussebaum, C. et al.
Rechenschwäche/Dyskalkulie.
Symptome – Früherkennung – Förderung.
Materialien und Texte zur Aus- und Weiterbildung
Osnabrück 2003
Claus, H., Peter, J.
Finger, Bilder, Rechnen. Förderung des Zahlverständnisses
im Zahlraum bis 10 (Anleitung und Arbeitsmaterial)
Göttingen 2005
Dienes, Z.P.
Aufbau der Mathematik
Freiburg
Basel, Wien 1965
Dienes, Z.P.
Menge, Zahl, Potenz. Mathematik-Unterricht II
Freiburg
Basel, Wien 1966
Gaidoschik, M.
Rechenschwäche – Dyskalkulie
Eine unterrichtspraktische Einführung
Horneburg 2003
Gaidoschik, M.
Rechenschwäche verstehen - Kinder gezielt fördern
Ein Leitfaden für die Unterrichtspraxis
Horneburg 2007
Gerster, H.-D.
Schülerfehler bei schriftlichen Rechenverfahren. Diagnose und Therapie
Freiburg 1982
Gerster, H.-D., Schultz, R.
Schwierigkeiten beim Erwerb mathematischer Konzepte im Anfangsunterricht
(Nicht im Buchhandel, sondern direkt von der Universität Freiburg(PH) im Download erhältlich)
Uni Freiburg (PH) 2000
Grissemann, H., Weber, A.
Spezielle Rechenstörungen. Ursachen und Therapie - Bern 1982
Grissemann, H., Weber, A.
Grundlagen und Praxis der Dyskalkulietherapie - Bern 1990
Holzer, N., Schaupp H., Lenart F. (Hrsg.)
Rechenschwäche – Rechenstörung – Dyskalkulie.
Erkennung – Prävention – Förderung - Graz 2003
Jansen, P.
Basiskurs Mathematik. Aktionsforschung zur Prävention und Überwindung der Rechenschwäche - Heinsberg 2005
Kutzer, R.
Mathematik entdecken und verstehen (6 Bände) - Frankfurt/M. 1995
Lorenz, J.H.
Anschauung und Veranschaulichungsmittel im Mathematikunterricht - Göttingen 1993
Lorenz, J.H., Radatz, H.
Handbuch des Förderns im Mathematikunterricht - Hannover 1993
Piaget, J., Szeminska, A.
Die Entwicklung des Zahlbegriffs beim Kinde - Stuttgart 1965
Radatz, H.
Schülervorstellungen von Zahlen und elementaren Rechenoperationen,
in: Beiträge zum Mathematikunterricht - Bad Salzdetfurth 1989
Radatz, H. Ikonomanie.
Oder: Wie sinnvoll sind Veranschaulichungen im Mathematikunterricht? - Grundschulmagazin 1993
Radatz, H., Rickmeyer, K.
Aufgaben zur Differenzierung im Mathematikunterricht der Grundschule - Hannover 1996
Röhrig, R.
Mathematik mangelhaft. Fehler entdecken, Ursachen erkennen, Lösungen finden, Arithmasthenie/ Dyskalkulie: Neue Wege beim Lernen - Reinbek 1996
Schinköthe, H.
Mengen und Längen. Lehrbuch der elementaren Grundlagen mathematischen Denkens und seiner Entwicklung
(versandkostenfreie Direktbestellung beim RESI-Verlag Volxheim) - Volxheim 2000
Steeg, F. H.
Lernen und Auslese im Schulsystem am Beispiel der Rechenschwäche - Frankfurt/M. 1996
Schwerin, A. v.
Hilfe, mein Kind kann nicht rechnen! - München 1995
Wehrmann, M.
Qualitative Diagnostik von Rechenschwierigkeiten im Grundlagenbereich Arithmetik - Berlin 2003
Zech, F.
Mathematik erklären und verstehen.
Eine Methodik des Mathematikunterrichts mit besonderer Berücksichtigung von lernschwachen Schülern und Alltagsnähe - Berlin 1995
Mathematikschwäche (Dyskalkulie) in der Oberschule und Ausbildung
Auf weiterführenden Schulen und in der Lehre können grundlegende Verständnislücken
kaum mehr durch Auswendiglernen
bzw. schematisches Rechnen "kompensiert" werden.
Druckfreundliche Version
Schlechte Noten in Mathematik haben sehr unterschiedliche Ursachen. Eines jedoch ist allen gemeinsam: das Verständnis für
die wirklichen mathematischen Zusammenhänge und das dazu passende korrekte rechnerische Vorgehen ist bei den Betroffenen nicht oder nur
sehr mangelhaft vorhanden.
Mehr als häufig wurde das wirkliche Verstehen der mathematischen Systematik "ersetzt" durch stures Auswendiglernen bzw. schematisches Anwenden zentraler
Rechenoperationen, die stumpf mechanisch abgearbeitet werden. Dies zeigt sich in typischen Erscheinungsbildern wie
z.B.:
Mangelndes Verständnis der Zahl- und Mengenbegriffe beim Bruchrechnen. Nicht selten besteht große Unklarheit hinsichtlich der vorliegenden Größenverhältnisse. So
werden häufig Zähler und Nenner als ganze Zahlen genommen. Auch Größenvergleiche und das Umwandeln der Brüche in einen Dezimalbruch gelingen nicht. Oder es wird mitunter der Bruchstrich und
das Dezimalkomma vollkommen verwechselt.
Darauf basierend werden sehr oft die Grundrechenarten beim Umgang mit Brüchen falsch angewandt. Wenn schon das grundsätzliche Verhältnis von Teil und Ganzem unklar ist, wird
nicht selten bei der Addition Zähler und Nenner einfach zusammengezählt. Und wo man in der Schule gelernt hat, dass "es" beim Multiplizieren im Ergebnis immer mehr wird, kommt hier
Unverständnis auf, wenn bei der Multiplikation von Brüchen das Ergebnis kleiner ausfällt. Dazu passt die Verwechslung, dass beim Erweitern die Bruchzahl wächst, und beim Kürzen diese kleiner wird.
Und beim Umgang mit Bruchzahlen kann man nach dieser Ansicht auch beliebig aus Summen einzelne Summanden herauskürzen:
Störungen im Umgang mit Gleichungen: Der Grundgedanke der Äquivalenz ist unbegriffen. Die Rechengesetze werden nicht durchschaut und deswegen fehlerhaft angewendet. Die Äquivalenzumformung
von Gleichungen gelingt nicht, weshalb vielfältige Schwierigkeiten auftreten - z.B.:
Lösen von Gleichungen mit einer Unbekannten: 2x + 10 = 245 2x = 255
Zahlen und Variable werden addiert: 3a + 5 = 8a
mmer Ärger mit den Binomischen Formeln: (2a + 3b)2 = 25a2b2
Die Ursachen dieser Störungen sind so vielschichtig wie die Fehler selbst.
Mögliche Entstehungsgründe können sein:
• eine Auffassung von Mathematik als purer Handlungsanweisung, deren Gehalt nie wirklich begriffen wurde
• Wissens- und Verständnislücken, die durch äußere Faktoren bedingt sind
• falsche Vorstellungen von den mathematischen Operationen
• sog. "Betriebsunfälle" beim Aufbau des Mengen- und Zahlbegriffs bereits in der Grundschule
• eine Dyskalkulie, die nicht behandelt wurde
Aber: Die häufig vorkommende Interpretation von chronischem Versagen in Mathematik als Ausdruck einer allgemeinen genetisch bedingten Minderbegabung oder auch (bei Mädchen) als geschlechtsspezifisches Anlagedefizit konnte bisher in wissenschaftlichen Untersuchungen nicht bestätigt werden. Mathematik ist und bleibt eine Kulturtechnik. Eine resignative Haltung bei
chronischen Schwierigkeiten in Mathematik ist daher genauso verfehlt wie deren vordergründige Interpretation als Anhäufung von Flüchtigkeitsfehlern oder schlicht Faulheit, dem mit vermehrtem Pauken abzuhelfen wäre.
Was tun?
Wegen ihres folgerichtigen und strengen Aufbaus verzeiht die Mathematik auch kleinere Wissens- und Verständnislücken kaum. Im schulischen Unterricht bleiben solche Lücken zunächst oft unerkannt, da
solche Schüler durch einfaches Auswendiglernen des Stoffes für die nächste Lernzielkontrolle anfangs noch zu ganz passablen Leistungen kommen können. Diese "Lernstrategien" werden aber untauglich, je weiter der Stoff voranschreitet.
Die Lücken vergrößern sich nämlich beständig. Das führt i.d.R. zu dem verschärften Versuch, mit individuellen Lösungsstrategien im Mathematikunterricht trotz allem zu "überleben",
obwohl man wenig versteht. Diese Strategien bestehen dann meist in einer willkürlichen Kombination von Rechenregeln und mathematischen Gesetzen, die man irgendwann in seiner "mathematischen Laufbahn"
schon mal gehört hat, ungeachtet dessen, ob sie zur aktuellen Aufgabenstellung passen. So versteht der Schüler weder die Aufgabenstellung noch den Inhalt des mathematischen Gesetzes, das er zu deren Lösung heranzieht.
So wird die Bearbeitung einer Schulaufgabe leicht zum Lotteriespiel. Eine Qualitative Lernstandsanalyse ermittelt, an welchen Stellen im mathematischen Aufbau das Verständnis der Zusammenhänge nicht vorhanden oder schwammig ist, lückenhaft wird und Aufbauendes nicht mehr verstanden werden kann. Der Lösungsansatz des Schülers bei der Bearbeitung der mathematischen Aufgabenstellung gibt Aufschluss über sein "individuelles mathematisches Denken" und damit über seine Missverständnisse und Lücken.
Vordergründig scheint es immer der aktuelle Lernstoff zu sein, an dem man mal wieder gescheitert ist, tatsächlich sind die Schwierigkeiten oftmals fundamental und liegen weit zurück. Mit einer speziell für diese Schwierigkeiten angepassten Diagnostik unseres Instituts lassen sich die Defizite inhaltlich genau bestimmen und ihre qualitative Bedeutung für den Aufbau des mathematischen Gedankengebäudes angeben. So kann geklärt werden, ob die unbefriedigenden Leistungen in Mathematik auf mangelhaft entwickeltes mathematisches Denken zurückzuführen sind, ob eine Dyskalkulie vorliegt oder nur einzelne kleine Lücken im Stoff vorhanden sind.
Eine frühzeitige differenzierte Diagnose der Sachlage ist dringend angeraten, da eine rechtzeitige Förderung nicht nur für die schulische Entwicklung, sondern auch für das Wohlbefinden des Jugendlichen und seine gesunde Persönlichkeitsentwicklung, notwendig ist. Herkömmliche Schulleistungstests sind hierfür wenig aussagekräftig, da sie die qualitativ ganz verschiedenen Defizite in der Regel einfach (als nicht ausreichende Punktzahl) addieren - und damit gleichmachen.
Unsere Lernstandsanalyse findet in Einzelsitzung statt und ermittelt ein individuelles qualitatives Fehlerprofil, das im Bedarfsfall die solide Grundlage für den speziellen mathematischen Aufbaukurs oder die eventuell nötige Therapie bildet. Das Fehlerprofil und seine Ergebnisse werden in einem ausführlichen Beratungsgespräch erläutert.
Lernziel: Das "mathematische Denken" erlernen und verstehen
Dazu einige Beispiele:
- Erklärung des dekadischen Stellenwertsystems: Dezimalsystem;
Umrechnen von Größen, Dezimalbrüchen, Prozent
- Vermittlung des "Grundgesetzes der Addition":
Es lassen sich nur Dinge der gleichen Art addieren und subtrahieren
2x + 3y
5xy oder a4 + a3
a7
oder 2a + a2
3a3
- Grundlegende Rechengesetze wie das Distributivgesetz werden zunächst in der Arithmetik
"erarbeitet",
dann in immer abstrakteren Termen mit Variablen angewandt.
- Den Schülern soll das Mittel der selbstständigen "Komplexitätsreduktion" an die Hand gegeben werden: Vereinfachung hilft, Strukturen zu erkennen.
Neuaufbau mathematischen Denkens
Unseren Therapiebausteinen liegt ein bewährtes
institutseigenes Programm zu Grunde. Es dient als Leitfaden und Rückgrat für den Neuaufbau mathematischer Gedankengänge vom Beginn der Grundschule bis zur 10. Klasse des Gymnasiums.
Unabhängig davon, ob es sich um eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) handelt, oder ob grundlegende Schwierigkeiten im Umgang mit dem höheren mathematischen Stoff zu diagnostizieren sind, bildet die Erfassung und richtige Deutung der
vorfindlichen Fehlerstrukturen den Ausgangspunkt für die Auswahl der zu bearbeitenden Module. Das systematische Vorgehen anhand dieser Bausteine soll es den Schülern ermöglichen, das Wesentliche mathematischer Gedanken
wirklich erfassen und einordnen zu können.
Themen der Therapiebausteine:
- Zahlaufbau, Stellenwertsystem
- Grundrechenarten, Rechengesetze
- Lineare Funktionen, Proportionalitäten
- Bruchrechnen / Dezimalbrüche, Prozent
- Bruchgleichungen
- Negative Zahlen
- Gleichungssysteme
- Binomische Formeln
- Faktorisieren
Wer sind wir?
Das Zentrum für Rechentherapie therapiert seit 2005 Kinder und Jugendliche im Elbe-Weser-Dreieck, in Bremerhaven, Cuxhaven und Zeven. Die Mitarbeiter des Instituts (Psychologen, Pädagogen, Mathematiker) befassen sich aber aufgrund ihrer Mitarbeit in anderen renommierten Instituten in ganz Norddeutschland schon sehr viel länger mit der Behandlung und weiteren Erforschung der Dyskalkulie. Sie verstehen sich als Ansprechpartner für alle Schwierigkeiten im Bereich des Rechnens und mathematischen Denkens, für Kinder und Jugendliche bei denen alles Üben und Pauken sich als sinnlos erwiesen hat, und wo die Möglichkeiten schulischer Förderung nicht ausreichen. Der therapeutischen Arbeit und ihrem Erfolg liegt ein erprobtes und bewährtes institutseigenes Therapieprogramm zu Grunde.
Telefon: 0471 9266844
Unsere Telefon-Sprechzeiten (für weitere Informationen sowie zur Vereinbarung von Terminen und Beratungen)
Montag bis Donnerstag: 12:00 - 13:30 Uhr
Eltern, LehrerInnen und andere Interessierte können hier kostenlos unsere
Ratgeber bekommen und sich so über Rechenstörungen (Dyskalkulie) noch eingehender informieren.
Weitere Informationen zu Rechenschwäche (Dyskalkulie) und den mathematischen Themen der Oberschule
Zentrum für Rechentherapie Elbe/Weser
Fachinstitute fü Dyskalkulietherapie
Lothringer Str. 24, 27570 Bremerhaven (Postanschrift)
Marktplatz 7a, 27472 Cuxhaven
Poststr. 6, 27404 Zeven
Zentrale Telefonsprechstunde: Mo - Do 12:00 bis 13:30h - (0471) 92 66 844 - Fax: 92 66 857
eMail: info[at]rechentherapie.net;
Internet: rechentherapie.net sowie rechentherapie.ath.pw

Gröáere Kartenansicht
Haftungsausschluss: Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr
übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind stets ausschlieálich deren Anbieter bzw. Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung sorgfältig geprüft.
Rechtswidrige Inhalte waren zu diesem Zeitpunkt nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte nicht zumutbar. Sollten allerdings rechtswidrige Seiten über die Hyperlinks abrufbar sein, so bitten wir um eine Mitteilung an
info[at]rechentherapie.net -
wir werden dies dann überprüfen und die Links ggf. entfernen.
Urheberrecht: Inhalt und Layout dieses Internetauftritts sowie aller vom Zentrum für Rechentherapie zur Verfügung gestellter Downloads sind urheberrechtlich
geschützt. Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung auáerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen unserer schriftlichen Zustimmung. Downloads und Kopien
dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.
Einzugsbereich: Bremerhaven, das Elbe-Weser-Dreieck sowie die nördliche Wesermarsch
Zurück zum Anfang Literatur Downloads
Kontakt Unsere Standorte
Datenschutz Impressum